Ready or Not: Newsletter #1

Hallo an alle Unterstützer*innen,„Wir sind mehr, als wir denken…“ heißt es in unserem Aufruf zu „We’ll come united“. Die transnationalen Aktionstage ab dem 2. September und die große Parade vor der Bundestagswahl in Berlin am 16. September bieten die große Chance, dass die antirassistische Bewegung in ihrer ganzen Vielfalt einen gemeinsamen Ausdruck findet. Dass wir gemeinsam laut werden, dass unser Pol für ein offenes Europa, für Bewegungsfreiheit und für gleiche Rechte lebendig ist und bleibt. Und vor allem dafür, dass all die, die keine Stimme und keine Partei haben, ein großes und unüberhörbares Signal in den Wahlkampf senden.

Jetzt seid Ihr gefragt.

Wir sind ein paar Leute und einige Netzwerke, keine großen Organisationen, keine großen Geldtöpfe. Unsere Aktionen werden so groß, wie Ihr sie macht. Sie leben davon, dass Ihr sie mit Euren eigenen Ideen und Praxen füllt. Alle sind gefragt, vor Ort initiativ zu werden und die lokalen Kämpfe in diesen gemeinsamen Kontext zu stellen.

Erstellt, bestellt und verteilt Material, macht und verbreitet eigene Aufrufe und eigene Forderungen! Macht Veranstaltungen und überlegt, wie eine kollektive Anreise am 16.  September in Bussen aus vielen Städten, aus vielen Camps, mit Geflüchteten und mit Communities nach Berlin organisiert werden kann.

Es gibt viel zu tun. In diesem Newsletter findet Ihr einige nützliche Infos, um gut in die Mobilisierung zu starten.

. 1. Allgemeine Infos
Die Parade beginnt am 16.9. um 13h vor dem Innenministerium in Berlin (Nähe Hauptbahnhof), Abschlussort wird der Oranienplatz sein.
Unser Aufruf wurde von über 100 Gruppen unterschrieben, wir freuen uns über weitere Unterzeichner*innen: www.welcome-united.org
Der Umzug wird aus verschiedenen thematischen Wägen bestehen. Wenn Ihr Euch in die Vorbereitung einbringen wollt oder selbst einen Wagen machen möchtet, meldet Euch unter mail@welcome-united.org
. 2. Aktionskonferenz 15.-16.Juli 2017 in Berlin
Hier wird es neben praktischen Fragen inhaltliche Treffen verschiedener Zusammenhänge geben. Neben einem Vernetzungs- und Strategietreffen gegen Abschiebungen nach Afghanistan wird parallel ein Treffen der Solidarity City-Initiativen stattfinden. Zudem haben sich verschiedene selbstorganisierte Refugee-Gruppen zu einem Austausch gegen die innereuropäischen Dublin-Abschiebungen verabredet. Am Sonntag geht es dann vor allem um die praktische Vorbereitung des 16.9. selbst.
Ausführliche Infos zur Aktionskonferenz findet Ihr auf unserer Homepage.
.3. Mobilisierung

a) Camp-Mobilisierung

Spätestens jetzt sollte die Mobilisierung in verschiedenen Städten und Regionen starten. In einigen Städten haben erste Treffen stattgefunden. Es ist uns besonders wichtig, in den Refugee-Camps zu mobilisieren. Dafür wird es in Kürze auf der Website auch eine mehrsprachige Flyervorlage geben, die speziell für die Mobilisierung in den Camps geeignet ist und die von Euch verwendet und angepasst werden kann.
b) Busse

Organisiert in lokalen Bündnissen oder auf eigene Faust die Anreise und meldet Euch bei uns! Wir wollen bald einen ersten Überblick gewinnen, von wo aus Busse nach Berlin fahren. Meldet Euch unter mail@welcome-united.org
c) Transnationale Aktionstage ab 2.9.

Meldet Euch bitte möglichst bald, wenn Ihr bereits Veranstaltungen oder Aktionen ab 2.9. plant und sprecht auch andere Leute an, sich zu beteiligen: kmii-hanau@antira.info
d) Veranstaltungen

Falls Ihr (Mobi-)veranstaltungen plant, könnt Ihr es uns gern mitteilen. Wir werden die Termine in den nächsten Newsletter aufnehmen und auf die Homepage stellen.
Wir vermitteln auch bei Bedarf Referent*innen. Dafür bitte ebenfalls an mail@welcome-united.org schreiben

. 4. Finanzielle Unterstützung 
Wir brauchen Geld!Kontoinhaber: borderline-europe
IBAN: DE81 4306 0967 4005 7941 01
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank
Stichwort: welcome united 

Generell verteilen wir soviel Verantwortung wie möglich auf einzelne Gruppen und Regionen, denn: es wird groß!  Stellt also bitte selbst Anträge an StuPas und AStAs, fragt Vereine und Gruppen vor Ort um Unterstützung (für Busse, Material) an.Materialkosten und Zuschüsse für Mobilisierungstreffen oder Reisekosten (besonders für die Anreise aus Lagern), für die keine finanziellen Partnerschaften vor Ort gewonnen werden können, sollen über ein gemeinsames Budget des Netzwerkes laufen. Meldet Euch bei Bedarf – aber behaltet bitte im Kopf, dass das nur geht, wenn Ihr vor Ort tatsächlich nicht weiterkommt.
. 5. Material und Werbung
Es gibt einen ersten 6-sprachigen Flyer (deutsch, englisch, arabisch, französisch, farsi, serbo-kroatisch) und Poster mit vier bunten Motiven. Diese können online bestellt werden unter Angabe einer Postadresse und der gewünschten Menge: Materialbestellung. Den Aufruf findet Ihr in acht Sprachen auf unserer Homepage.Mehr Material folgt sehr bald.Im besten Falle überweist Ihr einen Beitrag für die Materialien als Spende an das oben genannte Konto.
. 6. Facebook und Social Media
Bitte liked und teilt unsere Facebook-Seite. Und ganz wichtig: Ladet alle eure virtuellen Freund*innen zu unserer Facebook-Veranstaltung ein!Macht Eure eigenen Videos und Fotos:  „Warum fahrt Ihr am 16.9. nach Berlin?“ und schickt sie uns via Facebook oder per Mail!
. 7. Transnational Call
Rund um den zweiten Jahrestag des “March of Hope”, ab dem 2. September, werden unter dem Slogan “We’ll come united. Together for social rights!” dezentrale Aktionen, Treffen und Zusammenkünfte in vielen Ländern Europas und rund um das Mittelmeer stattfinden. Den Aufruf haben inzwischen Gruppen aus vielen Ländern unterzeichnet, die begonnen haben Aktivitäten zu planen. Auf unserer Homepage findet Ihr weitere Infos.
 

8. In anderer Sache
Selami Prizreni wurde am 16. Mai 2017 um fünf Uhr morgens von der Polizei abgeholt, und seine Abschiebung in den Kosovo wurde durchgeführt. Diese Abschiebung ist grad einfach nur nervig. Sie unterbricht das Leben von Selami in dem Land, in dem er geboren wurde und zu Hause ist,  bereits zum zweiten Mal.
2010 wurden er und sein Bruder Kefaet schon einmal abgeschoben, 2014 kehrten sie zurück..
Wir fordern die Behörden auf, seine sofortige Rückkehr möglich zu machen. Er muss wieder dahin, wo er hingehört – und wo er leben möchte.
Support #Selamikommtwieder!
Wir brauchen Eure Solidarität: unterstützt unsere Forderungen, indem Ihr die Petition für Selami unterschreibt und diese E-Mail weiterleitet!
https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-selami-prizreni-jetzt

Bis ganz bald!
Eure Vorbereitungscrew

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