28.4. in Leipzig: Regionale Parade and Diskussion mit We`ll Come United für Bewegungsfreiheit

 

Bewegungsfreiheit – schon seit langem beschäftigt uns die Frage, wie unser Leben ohne die europäische Außengrenze aussähe. Von Kamerun bis Marokko, von Tunesien bis Mali. Viele junge Menschen aus diesen Ländern machen sich auf den Weg nach Europa.Ihr Weg ist lang, kostet viel Zeit, Geld und manche zahlen dafür mit ihrem Leben.

Wir als Nord- und Westafrikaner_innen sind durch die Kolonialzeit mit Europa verbunden. Die gemeinsame Geschichte ist auch ein Grund dafür, dass sich so viele junge Afrikanerinnen auf den Weg hierher machen. Vielleicht
sind sie neugierig. Wie sieht es in Europa aus? Was ist da auf der anderen Seite des Mittelmeers? Ohne die EU-Außengrenze könnten diese jungen Menschen auf eine kleine Entdeckungsreise gehen, in Europa eine Ausbildung
machen oder etwas Geld verdienen, dann aber wieder in ihre Heimat zurückkehren.Denn es ist doch klar: Ohne die EU Außengrenze wäre die illegale Einreise gar nicht nötig.

Wenn die Leute ohne Probleme zwischen Afrika und Europa hin- und herpendeln könnten, würden sie nicht zu Kriminellen und Betrügern gemacht werden, so bald sie die Grenzen übertreten. Asyl ist für Menschen, die politisch verfolgt werden oder deren Leben in Gefahr ist. Aber es muss auch andere legale Einreise und Einwanderungsmöglichkeit für alle anderen geben.

Darüber möchten wir mit euch diskutieren.

Kommt am 28. April nach Leipzig! Denkt gemeinsam mit uns nach. Wir starten mit einerKundgebung am Hauptbahnhof Leipzig um 14 Uhr. Danach möchten wir gemeinsam eine kleine bunte Parade für Bewegungsfreiheit veranstalten. Wir ziehen dafür vom Hauptbahnhof bis zur Eisenbahnstraße, wo wir im Ost-Passage Theater den Abend verbringen mit einer Podiumsdiskussion, Theater, Musik und Tanz!

Mit solidarischen Grüßen

 

Come together! Für eine Große Koalition des Antirassismus (10.-13. Mai in Göttingen)

(English, Arabic and Farsi-Versions see below)

  • Konferenz ### Come together!  ### 10.-13. Mai in Göttingen
    KritNet + Welcome United + Solidarity Cities + GK Migration:
  • Donnerstag und Freitag verschiedene Netzwerktreffen
  • Freitag Abend gemeinsames Auftaktpodium
  • Samstag Keynotes und Workshops
  • Sonntag Common Assembly

Demos, Bücher, Alltagskämpfe, Theater, Filme und Tribunale: Es passiert viel. Alle machen was. Gut so. Die Gesellschaft ist umkämpft und die Situation offen. Die gegenwärtigen und zukünftigen Kämpfe werden überall ausgetragen. Sie sind keine Sache der institutionellen Politik, der Parteien und Parlamente. Wir müssen überall sein und sind bereits an unzähligen Orten. Im Stadtteil, in der Zeitung, in den Lagern, an den Unis, im virtuellen Raum, an der Grenze und auf der Ausländerbehörde. Wir alle spüren diese Politisierung des Lebens und den Umfang dessen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt.

Das ist sicher nicht wenig. Während die AfD nach den Parlamenten nun die Unis, Gewerkschaften und Medien erobern möchte, sind wir mit der Modernisierung des europäischen Grenzregimes konfrontiert, das in Deutschland vom Zwang zur Anpassung und Ausbeutung begleitet wird. Doch nicht nur das ist Teil unserer Realität: Trotz und gegen Neoliberalismus und Rechtsruck ist die Kraft der Migration ungebrochen, der Geist der Solidarität lebendig und das groß- und kleinteilige Engagement von Ungezählten weiter wirksam.

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Es wird ein gutes Jahr

Hamburg hat den Zuschlag erhalten. Es gibt einen Ort und es gibt einen Termin: am 29. September 2018 werden wir – und alle, die in Berlin noch nicht dabei waren – zusammenkommen. Es wird wieder bunt und laut, es wird wieder Theater und Musik gespielt, es werden Geschichten von unten geschrieben und erzählt.

Geschlafen wird in der Zwischenzeit nur, wenn es wirklich nötig ist. Die alltäglichen Kämpfe kennen keine Winterpause und keine Osterferien. Und auch in unserem Netzwerk haben wir vieles vor. Wir wollen in alle Himmelsrichtungen ausschwärmen und die Isolation der Camps und Lager brechen. Wir wollen neue Freundschaften schließen, alte Kontakte auffrischen und dann in Hamburg noch deutlich mehr werden als im letzten Jahr.

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