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Bilder der Parade 2017

(bitte Quellenangaben bei Verwendung):

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Pressemitteilung
Hamburg, 24. September 2018
40 Themenwägen und internationale Redner bei antirassistischer Großdemonstration
25.000 Menschen zur antirassistischen Parade in Hamburg erwartet – Offizielles Programm veröffentlicht
In fünf Tagen werden in Hamburg zehntausende Menschen gegen Abschiebungen und für Bewegungsfreiheit & gleiche Rechte auf die Straße gehen. Für den 29. September ruft ein Bündnis von über 400 Gruppen und Organisationen unter dem Motto „United Against Racism“ zu einer bundesweiten Parade auf. Migrantische Gruppen, selbstorganisierte Geflüchtete, Theaterschaffende und viele mehr bereiten sich seit Monaten auf diesen Tag vor. Die Parade startet um 12h am Rathausmarkt
Auf 40 Themenwägen werden die Forderungen und Geschichten verschiedener antirassistischer Netzwerken präsentiert. Dazu gehören unter anderem: Queers United, City Plaza Hotel Athen, Grenzenlose Bildung für Alle, Sea Rescue und Lampedusa in Hamburg.
Um 17 Uhr beginnt am Hafen die internationale Abschlusskundgebung mit 14 Rednerinnen zu den Themen Seenotrettung, solidarische Städte, feministische Kämpfe, transnationaler Widerstand und Rassismus in Deutschland. Es sprechen unter anderem Ignasi Calbó (Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Barcelona), Olga Lafazani 
(Sprecherin des besetzten Hotels “City Plaza” aus Athen), Jane Wangari (vom Netzwerk geflüchteter Frauen “Women in Exile”) und Ibrahim Arslan (Überlebender des Brandanschlags in Mölln und Sprecher des Tribunals „NSU-Komplex auflösen!“). Moderiert wird die Kundgebung von Margarita Tsomou vom Missy Magazine.
Von 18 bis 21 Uhr endet die Veranstaltung mit einem Konzert, u.a. mit dem syrischen Duo Berivam und Wassim Mukdad und der Hip-Hop-Band Neonschwarz.
Knapp 50 Busse aus 35 Städten sind gechartert, um Menschen aus ganz Deutschland nach Hamburg zu bringen, die meisten von ihnen Geflüchtete aus den Lagern und Camps. So wird beispielsweise ein Bus Menschen aus der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst zur Parade bringen. Darüber hinaus sind Teilnehmer aus Griechenland, Italien, Niger, Dänemark, Spanien und weiteren Ländern angekündigt.
Am morgigen Dienstag, den 25.9. stellt das Netzwerk um 10.30 Uhr im Malersaal des Schauspielhauses auf einer Pressekonferenz seine Forderungen vor. Dort wird es auch weitere Details zu Ablauf und Programm des 29.9. geben. Außerdem besteht im Anschluss die Möglichkeit für Interviews und Hintergrundgespräche.
Mit freundlichen Grüßen
Siri Keil
Programm
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Pressemitteilung  24. August 2018

Große Koalition des Antirassismus: 20.000 zur Parade für Bewegungsfreiheit und gleiche soziale Rechte erwartet

 

Eine Große Koalition des Antirassismus von über 300 Gruppen und Organisationen ruft für den 29. September unter dem Motto „United Against Racism“ zu einer bundesweiten Parade für Bewegungsfreiheit und gleiche Rechte in Hamburg auf. 

Auf einer Pressekonferenz am heutigen Freitag bekräftigten Vertreter von Seenotrettungsorganisationen, migrantischen Gruppen, selbstorganisierte Geflüchtete und Theaterschaffende ihre Unterstützung und stellten den Ablauf des Paradentages vor.

Über 30 Busse und zahlreiche Zuganreisen aus dem gesamten Bundesgebiet sind für den 29.09. angekündigt, u.a. aus Berlin, Frankfurt, München, Erfurt, Leipzig, Köln, Osnabrück, aber auch aus der Schweiz, Italien, Griechenland und anderen Ländern. Die Parade endet mit einer internationalen Kundgebung und einem Abschlusskonzert. Auf 30 Themenwägen werden unterschiedliche antirassistische Initiativen ihre Arbeit und ihre Forderungen präsentieren, darunter das Roma Antidiscrimination Network, Women in Exile, Jugendliche ohne Grenzen, die Urban Citizenship Card-Initiative, gesundheits- und bildungspolitische Initiativen.

Starten wird die Parade am 29. September um 12 Uhr am Rathausmarkt mit einer Auftaktkundgebung. Von dort aus zieht sie durch die Hamburger Innenstadt, umrundet die Binnenalster und eröffnet um 15 Uhr am Hafen die Promenade der Solidarität. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 20.000 Teilnehmern. 

Für den gesamten September sind zahlreiche Veranstaltungen angekündigt, die im solidarischen Kontext zur Kampagne stehen: Von der Seebrücken-Demonstration am 2.9, über das Solipolis Festival vom 15.-30.9. von New Hamburg und Deutschem Schauspielhaus auf der Veddel bis zu diversen Solidaritätsveranstaltungen in Clubs und Spielstätten.

Bereits am heutigen Freitagabend findet ab 18 Uhr im Ballsaal des Millerntorstadions eine stadtweite Versammlung der Unterstützer*innenstruktuen statt, zu der die Vertretern der Presse ebenfalls eingeladen sind.

Für weitere Informationen stehen wir per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung. Ein Mitschnitt der heutigen Pressekonferenz wird im Laufe des heutigen Tages auf dem YouTube-Kanal „Welcome United“ zu sehen sein.

Kontakt:

Weitere Informationen

We‘ll Come United ist ein Netzwerk aus Gruppen und Personen, die sich sozial, antirassistisch, kulturell und politisch engagieren, aus Refugees und Supporter*innen, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Nachbar*innen, Menschen aller Altersgruppen und aus verschiedensten Bereichen der Gesellschaft. Im September 2017 fand in Berlin die erste Parade statt. Im September 2018 kommt We’ll Come United nach Hamburg.

O-Töne der Pressekonferenz

Newroz Duman vom Netzwerk We’ll Come United

Wir leben in einer Gesellschaft, wo Tausende und Millionen sich täglich mit Migrant*innen und Geflüchteten solidarisieren, sich gegen Abschiebungen, Gesetzesverschärfungen

und für solidarischen Umgang einsetzen. Dieser unsichtbare Teil der Gesellschaft muss wieder sichtbar und stark gemacht werden. Wir werden am 29. September unsere alltäglichen Kämpfe, Freundschaften, unsere Wut auf die Straße tragen – mit all unseren unterschiedlichen Erfahrungen und Geschichten.“

Ruben Neugebauer von der Seenotrettungsorganisation Sea Watch:

Wenn wir über Rassismus reden, müssen wir auch über institutionellen Rassismus sprechen, über Europas Regierungen und die Große Koalition in Deutschland. Bei der Festsetzung der zivilen Rettungsflotte geht es darum, das Mittelmeer zur Menschenrechtsfreien Zone zu machen. Migrationsabwehr wird über die Wahrung der Menschenwürde gestellt, dafür soll es keine Zeugen geben. Wir schließen uns United Against Racism an, weil es für die Wahrung der Menschenwürde keinen Unterschied machen darf ob jemand einen Europäischen Pass hat oder nicht! Es heißt „die Würde des Menschen ist unantastbar, nicht „die Würde europäischer Passbesitzer ist unantastbar“.“

Ali Niger von Lampedusa in Hamburg

Der strukturelle und institutionelle Rassismus muss genauso bekämpft werden wie der alltägliche Rassismus, den Migrant*innen und Geflüchtete erfahren. Soziale Rechte und Teilhabe dürfen nicht nur einzelne Gruppen oder weißen Europäer*innen vorbehalten werden.“

Massimo Perinelli vom Tribunal „NSU-Komplex auflösen“

Der sog. Durchmarsch von rechts, den wir zurzeit erleben, zeigt mit aller Deutlichkeit, dass die Antidemokraten und Rechtspopulisten zur Durchsetzung ihres autoritären Projekts zuerst die postmigrantische Gesellschaft überwinden müssen. Jedes Thema – Sozialleistungen, Religion, Frauenrechte, Lohnkonkurrenz, Sicherheit – wird über Migration verhandelt. Es ist unsere migrantisierte Gesellschaft, die dem rechten Projekt entgegensteht.

Jörn Menge von „Laut gegen Nazis“

Heutzutage müssen wir mit ansehen, wie Menschen im Mittelmeer und an den Grenzen Europas sterben. Wir müssen rassistische Stammtischparolen alltäglich aushalten und treten die Menschenwürde durch die Politik Europas mit Füßen. Menschenleben retten ist kein Verbrechen! Und genau deshalb ist grade jetzt die United Against Racism Kampagne des Netzwerks We’ll Come Untied und die antirassistische Parade am 29.09. und so wichtig und bitter nötig!“

Karin Baier vom Schauspielhaus Hamburg

Wenn wir so weitermachen, werden Rassismus und Diskriminierung vermutlich zunehmen, egal wie viele Theaterstücke wir aufführen, wie viele Appelle wir unterzeichnen, wie viele Demonstrationen wir veranstalten. Rassismus und Diskriminierung werden zunehmen, weil immer mehr Menschen gewaltsam von unserer Lebensweise ausgeschlossen werden müssen. Wenn wir über Rassismus sprechen, steht also unsere eigene unsolidarische, Lebensweise zur Debatte. Wir brauchen mehr Solidarität. Global, wenn es um das Sterben im Mittelmeer geht, lokal, wenn es darum geht, unser Zusammenleben gerechter zu gestalten.“

Isaiah Lopaz, Künstler und Schriftsteller

“Rassistische Übergriffe und Angriffe werden als “Debatten” beschrieben. Aber Rassismus ist eine Realität, keine Debatte. Sie machen die gelebte Erfahrung der People of Color unsichtbar.”

Ali. N vom Afghanischen Aufschrei Düsseldorf

So wie edie Bundesregierung Verbrechen an der Menschlichkeit im Mittelmeer begeht, so tut sie dies auch mit Abschiebungen nach Afghanistan. Tägliche finden rassistische Hetze und rassistisch motivierte Gewaltdelikte ohne gesellschaftlichen Aufschrei statt. Immer wieder werden neue “sichere Herkunftsländer” konstruiert, die Lebensbedingungen von Geflüchteten werden in Europa und Deutschland immer katastrophaler. Der Skandal ist nicht, dass Menschen nach Deutschland kommen, sondern dass diesen Rassismus überall entgegenschallt.“

Daniel Schädler von Seebrücke Hamburg

Die Situation auf dem Mittelmeer geht jedes europäische Land und jeden einzelnen hier lebenden Menschen etwas an. Seebrücke fordert sichere Fluchtwege und sichere Häfen in Europa und setzt auf lokale Aktionen und breite Vernetzung. Deshalb sind wir bei der Parade am 29.9. mit einem orangenen Block dabei – um uns solidarisch zu zeigen mit allen Menschen, die von Rassismus und Ausgrenzung betroffen sind.“